Deutschlandweites Flächenmittel

Klimaentwicklung Deutschland

1-km-Rastermittel 357.183 Rasterzellen Flächengleich über Deutschland gemittelt

Langzeitentwicklung

Klimadiagramm Deutschland

SommertageTage über 25 °C42,9 Tage/Jahrim Mittel 2006–2025
+19,0 Tagegegenüber 1951–1970
Heiße TageTage über 30 °C9,7 Tage/Jahrim Mittel 2006–2025
+6,6 Tagegegenüber 1951–1970
SommertemperaturMittlere Tageshöchsttemperatur im Sommer23,7 °Cim Mittel 2006–2025
+2,3 °Cgegenüber 1951–1970
Deutschlandweite Jahreswerte und gleitende Zehnjahresmittel seit 1951.
Trendfortschreibung bis 2050

Die Tages- und Schwellenkennzahlen werden flächengleich aus den deutschen Rasterzellen zusammengefasst.

Monatsansicht

Temperatur-Jahreslauf in Deutschland

Der Monatsvergleich zeigt, wie sich die durchschnittlichen täglichen Höchsttemperaturen im Jahreslauf verschoben haben.
Helle Linien und Balken stehen für 1961–1990, kräftige für 2006–2025.

Monatliche Mittel der täglichen Höchsttemperaturen im Vergleich zweier Zeiträume.

Berechnet werden Monatsmittel der täglichen Höchsttemperaturen.

1951 bis heute

Tägliche Höchsttemperaturen in Deutschland

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Seitlich wischen: Die Matrix zeigt alle Tage. Tippe ein Jahr an, um es im Klimadiagramm zu markieren.

Deutschlandweite Jahreskennzahlen als zugängliche Tabelle
Deutschlandweite Klimakennzahlen nach Jahr
JahrVerfügbare TageHeiße Tage je RasterzelleSommertage je RasterzelleMittlere längste HitzephaseSommertemperaturMittlerer lokaler Jahreshöchstwert

Im Überblick

Deutschland

Deutschland umfasst sehr unterschiedliche Klimaräume – von den Küsten über die Mittelgebirge bis zum Alpenraum. Das Deutschlandmittel führt diese Regionen zu einer gemeinsamen Zeitreihe zusammen und macht sichtbar, wie sich das Temperaturniveau der gesamten Landesfläche über Jahrzehnte verschiebt.

Für die Berechnung wird Deutschland in gleich große 1-km-Rasterzellen gegliedert; jede Zelle geht mit demselben Gewicht in das Ergebnis ein. Metropolen beeinflussen das Mittel deshalb nicht stärker als ländliche Räume. Das Ergebnis beschreibt keine Temperatur eines typischen Wohnortes, sondern ein räumlich ausgewogenes Gesamtbild. Regionale Unterschiede bleiben bestehen und werden auf den Seiten der Bundesländer und Orte genauer sichtbar.

Datenstand: 31.12.2025

Karte der Veränderung heißer Tage in Deutschland
Heiße Tage Rasterkarte der Veränderung öffnen.

Die Auswertung umfasst 75 vollständige Kalenderjahre von 1951 bis 2025. Grundlage sind 357.183 gleich gewichtete 1-km-Rasterzellen.

Auswertung

Was sich deutschlandweit verändert hat

Mehr warme und heiße Tage

Im Zeitraum 2006–2025 gab es deutschlandweit durchschnittlich 19,0 Sommertage und 6,6 heiße Tage mehr als 1951–1970. Die mittlere Sommertemperatur lag 2,3 °C höher.

Erwärmung im gesamten Jahresverlauf

Die Verschiebung betrifft nicht nur Juli und August. In allen zwölf Monaten liegt das Mittel von 2006–2025 über der Referenz 1961–1990. Am stärksten fällt der Abstand im April mit rund 2,6 °C aus. Im Januar und Dezember beträgt er jeweils rund 1,8 beziehungsweise 1,8 °C.

Einzelne Rekordjahre richtig einordnen

Den höchsten deutschlandweiten Sommerwert erreichte 2003. Die meisten heißen Tage wurden im Flächenmittel 2018 gezählt. Auch frühere Jahrzehnte hatten außergewöhnlich heiße Sommer; entscheidend für den Klimatrend ist jedoch die Häufung warmer Jahre und die Verschiebung der mehrjährigen Mittelwerte.

Fragen zur Einordnung

Häufige Fragen zur Klimaentwicklung in Deutschland

Die wichtigsten Begriffe und Grenzen der deutschlandweiten Auswertung kurz erklärt.

Wie stark hat sich Deutschland seit 1951 erwärmt?

Im Vergleich der Zeiträume 1951–1970 und 2006–2025 lag die mittlere Sommertemperatur 2,3 °C höher. Gleichzeitig gab es im Mittel 19,0 zusätzliche Sommertage und 6,6 zusätzliche heiße Tage pro Jahr.

Warum gab es auch früher sehr heiße Jahre?

Wetter schwankt stark von Jahr zu Jahr. Deshalb können auch ältere Sommer außergewöhnlich heiß ausfallen. Klima zeigt sich nicht an einem einzelnen Jahr, sondern an der Häufung warmer Jahre und der Verschiebung mehrjähriger Mittelwerte.

Was bedeutet Deutschlandmittel?

Jede gleich große Fläche Deutschlands erhält dasselbe Gewicht. Das Ergebnis beschreibt die räumliche Entwicklung des gesamten Landes und wird nicht durch Ballungsräume mit besonders vielen Einwohnern oder Ortsnamen dominiert.

Warum kann mein Wohnort vom Deutschlandwert abweichen?

Küste, Binnenland, Höhenlage und regionale Landschaften prägen das lokale Temperaturniveau. Das Deutschlandmittel ist eine übergeordnete Orientierung; für den Alltag vor Ort sind die jeweiligen Stadt- und Ortsseiten genauer.

Ist die Trendfortschreibung eine Klimaprognose?

Nein. Die gestrichelten Linien setzen die seit 1991 gemessene lineare Entwicklung rechnerisch bis 2050 fort. Sie zeigen, wohin der bisherige Trend führen würde, nicht wie die Temperaturen in einem bestimmten zukünftigen Jahr tatsächlich ausfallen.

Warum endet die Reihe derzeit im Jahr 2025?

Klimanostalgie verwendet ausschließlich vollständige und gemeinsam geprüfte Kalenderjahre. Das Jahr 2026 wird erst ergänzt, wenn der vollständige Jahresdatensatz vorliegt und Orte, Deutschland sowie alle Bundesländer zusammen aktualisiert werden können.

Warum werden zwei gleich lange Zeiträume verglichen?

Die Zeiträume 1951–1970 und 2006–2025 umfassen jeweils 20 Jahre. Gleich lange Vergleichsfenster verhindern, dass ein Zeitraum allein wegen zusätzlicher Jahre stärker ins Ergebnis eingeht.

Was sind Sommer- und heiße Tage?

Ein Sommertag erreicht mindestens 25 °C, ein heißer Tag mindestens 30 °C. Für jede 1-km-Rasterzelle wird gezählt, an wie vielen Tagen der jeweilige Schwellenwert erreicht wurde; der Deutschlandwert ist anschließend das Mittel dieser Zellzählungen.

Welche Temperaturdaten zeigt Klimanostalgie?

Ausgewertet werden tägliche Höchsttemperaturen in einem flächendeckenden 1-km-Raster. Daraus entstehen Tageswerte, Monatsmittel und Jahreskennzahlen für Deutschland, die Bundesländer sowie einzelne Orte.

Wie entstehen die Werte der Monatsansicht?

Für jeden Kalendermonat werden die täglichen Höchsttemperaturen innerhalb der jeweiligen Vergleichsperiode gemittelt. So lassen sich 1961–1990 und 2006–2025 Monat für Monat gegenüberstellen.

Regionale Unterschiede

Deutschland wird wärmer – aber nicht überall gleich

Das Deutschlandmittel zeigt die gemeinsame Richtung, verdeckt aber regionale Unterschiede. Küstenregionen, Mittelgebirge, Großstädte und der Alpenraum beginnen auf unterschiedlichen Temperaturniveaus und verändern sich nicht im gleichen Tempo. Wähle ein Bundesland und anschließend einen Landkreis oder eine kreisfreie Stadt.

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