Methodik und Grenzen

Was hier gezeigt wird

Die Grundlage ist HYRAS-DE-TASMAX des Deutschen Wetterdienstes: tägliche Höchsttemperaturen in zwei Metern Höhe, übertragen auf ein Raster von einem Kilometer. Ein Rasterwert ist eine wissenschaftliche Interpolation und keine Messung an einer konkreten Adresse.

Ortszuordnung

Der in GeoNames hinterlegte Ortsmittelpunkt wird der nächsten gültigen HYRAS-Zelle zugeordnet. Liegt diese nicht direkt am Ort, zeigen wir die Entfernung. Mehr als 25 Kilometer Abstand werden nicht akzeptiert. Die genannte Referenzstation dient nur der geografischen Einordnung und ist nicht die alleinige Quelle des Rasterwerts.

Kennzahlen

Langzeitvergleich

Ein einzelnes Rekordjahr beweist oder widerlegt keinen Klimatrend. Deshalb zeigt das Entwicklungsdiagramm alle vollständigen Jahre und jeweils ein zurückblickendes Zehnjahresmittel. Der hervorgehobene Vergleich stellt die ersten 20 vollständigen Jahre den jüngsten 20 vollständigen Jahren gegenüber.

Deutschlandmittel

Die Deutschlandseite mittelt nicht die Ortsseiten. Stattdessen werden alle gleich großen 1-km-Rasterzellen berücksichtigt, deren Mittelpunkt innerhalb der verwendeten Deutschlandgrenze liegt. Weil das Raster in einer flächentreuen Projektion vorliegt, erhält jede Zelle dasselbe Gewicht. Dicht besiedelte Regionen und Gebiete mit vielen Ortsnamen werden dadurch nicht mehrfach gezählt.

Für die Heatmap wird aus den Tageshöchstwerten aller gültigen Zellen für jeden Kalendertag ein räumliches Mittel gebildet. Sommertage, heiße Tage und die längste Hitzephase werden zunächst getrennt für jede Zelle bestimmt und erst anschließend deutschlandweit gemittelt. Andernfalls würden regionale Schwellenüberschreitungen durch ein vorheriges Temperaturmittel verdeckt. Das mittlere Sommermaximum umfasst alle gültigen Rasterwerte von Juni bis August; der angegebene Jahreshöchstwert ist das Mittel der lokalen Jahreshöchstwerte.

Trendfortschreibung bis 2050

Für Sommertage, heiße Tage und das mittlere Sommermaximum wird getrennt eine lineare Kleinste-Quadrate-Regression über die letzten 35 vollständigen Jahre berechnet. Die Steigung beschreibt, um wie viele Tage beziehungsweise Grad Celsius sich die jeweilige Kennzahl nach diesem linearen Modell pro Jahr verändert hat.

Die gepunktete Linie beginnt nicht beim möglicherweise ungewöhnlichen Einzeljahr 2025, sondern beim Mittel der zehn vollständigen Jahre 2016–2025. Für jedes Folgejahr wird die Regressionssteigung einmal zusätzlich auf diesen Ausgangswert addiert. Die Fortschreibung endet 2050.

Der helle Fächer verwendet den Standardfehler der geschätzten Steigung: Für einen Zeithorizont von h Jahren zeigen die Grenzen den fortgeschriebenen Wert plus beziehungsweise minus 1,96 × Standardfehler der Steigung × h. Das ist ausschließlich eine Unsicherheit der geschätzten Trendrichtung. Es handelt sich weder um ein Vorhersageintervall für einzelne zukünftige Jahre noch um eine Klimaprognose. Klimamodelle, Emissionsszenarien, politische Maßnahmen und mögliche nichtlineare Entwicklungen sind nicht enthalten.

Warum keine Tropennächte?

Der derzeit installierte Datensatz enthält Tageshöchstwerte. Eine Tropennacht wird dagegen über das nächtliche Temperaturminimum zwischen 18 und 06 UTC definiert. Sie lässt sich daher aus den hier verwendeten Daten nicht seriös ableiten.

Aktuelle Daten

Der laufende Jahrgang ist vorläufig. Der DWD kann Werte während seiner Qualitätskontrolle korrigieren. Versions- und Datenstand stehen direkt an der Visualisierung und im CSV-Export.

Quellen und Lizenzen

Klimadaten: Deutscher Wetterdienst, HYRAS-DE-TASMAX, CC BY 4.0. Ortsnamen und Verwaltungszuordnungen: GeoNames, CC BY 4.0. Deutschlandgrenze und Karte: Natural Earth, Public Domain. Auswahl, Umformung, Kennzahlen, Texte und Darstellung: Klimanostalgie.

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